Füge 2 weitere Artikel hinzu, um dein kostenloses Geschenk freizuschalten.
Kostenloser Artikel.
Gesamt
Empfohlene Ergänzung
Startseite/Welches Röhrchen passt wirklich: NMR-Maß, Spinner und Zentrifugenbecher abstimmen
Welches Röhrchen passt wirklich: NMR-Maß, Spinner und Zentrifugenbecher abstimmen
Ein Röhrchen kostet wenige Euro. Ein gerissener Probenkopf kostet einen Serviceeinsatz. Die Passform entscheidet zwischen beiden Ereignissen. Dieser Leitfaden prüft NMR-Maße, Spinner, Kappen und Zentrifugenröhrchen für den Stand vom 25.09.2026.
5-mm-OD ist der Standard für Hochauflösung
5-mm-Sonden dominieren die Protonen-NMR in Deutschland. Das Nennmaß bezieht sich auf den Außendurchmesser des Glasrohrs. Der Innendurchmesser bestimmt Füllvolumen und Wandstärke. Thin-Wall-Rohre liefern mehr Volumen bei gleicher OD. Dickwand-Rohre halten Druck und Vakuum besser aus. Die Gesamtlänge beträgt bei Standardrohren 178 mm. Kurze 103,5-mm-Rohre gehören zu SampleJet- und Durchsatz-Workflows. Ein 178-mm-Rohr blockiert einen SampleJet-Wechsler. Ein 103,5-mm-Rohr sitzt in einem Standard-Spinner zu tief.
MHz-Rating schützt Auflösung und Shim
SP Wilmad staffelt 5-mm-Thin-Wall-Precision-Rohre von 200 MHz bis 900 MHz. Das Rating beschreibt Camber, Konzentrizität und OD-Toleranz. Economy-Rohre aus Typ-1-Klasse-B-Glas eignen sich für Routine bei Raumtemperatur. Precision-Rohre bestehen aus ASTM Typ 1 Klasse A Borosilikat. Precision-Glas hält bis circa 230 °C stand. VT-Experimente und Multidimensional-NMR erfordern Precision oder Quarz. Ein Economy-Rohr erzeugt in einem 600-MHz-Magneten breitere Spinning-Seitenbanden. Der Shim wird instabil.
Spinner, Turbine und Kappe gehören zum Rohr
Bruker-Spinner klemmen über den OD-Bereich 4,95 bis 5,05 mm. Ein Rohr unter Maß wackelt im Spinner. Ein Rohr über Maß klemmt beim Einführen in die Sonde. Jeder Spinner erhält vor Messung einen Passtest. Die Turbine trägt den Spinner im Luftstrom. Risse im Spinner erzeugen Taumeln. Kappen aus EVA dichten 5-mm-Rohre gegen Verdunstung ab. Rote EVA-Kappen markieren oft Säureproben in vielen Laboren. Die Kappe trägt kein Magnetfeld. Eine lockere Kappe verschiebt die Probentiefe.
Das SP Wilmad Koaxial-System mit 2,97-mm-Einsatzrohr trennt Referenz von Probe. Der Außenteil nimmt 5 mm auf. Der Inneneinsatz führt 2,97 mm. Das System eignet sich für wässrige Proben mit D2O-Lock außen. Es eignet sich auch für kleine Probenmengen unter 200 µL. Der Füllfaktor sinkt bei Koaxial-Aufbauten. Die Empfindlichkeit sinkt um diesen Faktor. Shigemi-Rohre mit Glasstopfen liefern für kleine Volumina mehr Signal. Koaxial-Systeme liefern mehr Flexibilität beim Lösungsmittelwechsel. Die 5-mm-EVA-Kappe im 1000er-Pack sichert den Verschluss bei Serien. EVA verformt sich weniger als PE bei Kälte. Der Pack reicht für circa 200 Messwochen bei fünf Proben pro Tag.
1,5-ml-Gefäße brauchen Konus und Deckel zum Rotor
Mikrozentrifugenröhrchen mit 1,5 ml fassen konische Rotorbohrungen von 11 mm. Der Schraubverschluss erhöht die Dichtheit beim Erhitzen. Der Schnappdeckel öffnet schneller mit einer Hand. Autoklavieren erfolgt bei 121 °C für 20 Minuten. Heavy-Metal-Free-Harz hält Schwermetalle unter 1 ppb. Spurenanalytik verlangt diesen Wert. Ein steriles Gefäß trägt SAL 10^-6 nach Gamma-Bestrahlung. Ein unsteriles Gefäß trägt keine Keimfreiheitsangabe. Der Konus platzt bei Überdrehzahl über der Freigabe.
Das ISOLAB 50-ml-Röhrchen mit Standboden misst circa 115 mm Länge. Konische Becher ohne Standboden messen circa 114 mm. Der Standboden verhindert das Rollen auf der Bank. Der Standboden erhöht die Totzone beim Pipettieren. Selbststehende Becher passen in 50-ml-Racks mit 30-mm-Bohrung. Enge 29-mm-Racks klemmen den Bodenrand. Die Freigabe liegt bei vielen PP-Bechern bei 15.000 x g für 15-ml-Formate. 50-ml-PP-Becher tragen oft 20.000 x g im Ausschwingrotor. Festwinkelrotoren erzeugen Wandspannung am Konus. Ausschwingrotoren verteilen die Last gleichmäßiger. Kühlzentrifugen bei 4 °C verspröden dünnes PP. Dickwandiges PP hält die Kälteform stabil.
Passform-Prüfung in vier Schritten
Maßblatt des Geräts neben das Röhrchen legen. OD mit Messschieber an zwei Punkten prüfen. Länge gegen Spinner oder Rotorbohrung halten. MHz-Angabe gegen Magnetfeldstärke abgleichen. Verschluss auf Dichtheit gegen Lösungsmittel testen. NMR-Proben lagern in 0,5/1,5-ml-Schraubröhrchen stabiler als in Schnappdeckeln. Vorbereitung läuft in 1,5-ml-Mikrozentrifugenröhrchen. Klärzentrifugation nutzt 50-ml-Becher. NMR-Messung nutzt 5-mm-Glas. Jede Stufe erhält ein eigenes Gefäß. Keine Stufe teilt sich Verschlüsse.